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1992
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Am 1. Dezember wird die Kriegskindernothilfe e.V. in Roth vom damaligen Pfarrer Theophil Steuer und seiner Frau Angelika gegründet. Die 12 Gründungsmitglieder beginnen ihre Arbeit in einem umfunktionierten Wohnzimmer in Roth. Von hier werden die ersten Hilfstransporte nach Kroatien organisiert.
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1993
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Im Laufe des Jahres erhält die Kriegskindernothilfe e.V. zwei Kellerräume in der Bundeswehrkaserne in Roth. Die Arbeit weitet sich allmählich bis auf 50 Räume aus. Hier wird regelmäßig sortiert und gepackt. Jeden Monat fährt ein Konvoi aus 2-17 Fahrzeugen zu den Anlaufstellen Zagreb, Djurdjevac, Nova Gradiska, Vinkovci, Djakovo und Nuštar.
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1994
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Die Kriegskindernothilfe e.V.zieht in das ehemalige Coop-Kaufhaus hinter dem Rother Bahnhof. Unter qualvoller Enge wird die Arbeit fortgesetzt. Im Herbst wird das Sanitätsdepot in Roth-Pfaffenhofen frei. Die Kriegskindernothilfe e.V. hat nun reichlich Platz: 50.000 qm und 30 Hallen. Der frühere Coop wird zum Kaufhaus Nothilfe, einem Secondhand-Laden. In Djurdjevac (Kroatien) eröffnet die Kriegskindernothilfe e.V. ein Förderzentrum für traumatisierte und lernbehinderte Kinder. Das Geld für den Umbau bekommt der Verein von der Aktion "Sternstunden" des Bayerischen Fernsehens. |
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1995
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Durch das Arbeitsamt wird der Werkhof Regenbogen als AB-Maßnahme eingegliedert. Sein Aufgabenbereich ist das Recycling von Möbeln, Hausrat und alle damit verbundenen Aufgaben. Außerdem sollen Sozialhilfeempfänger und Langzeitarbeitslose wieder in einen normalen Arbeitsprozess integriert werden. |
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1996
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Die Arbeit der Kriegskindernothilfe e.V. weitet sich auf Bosnien aus; erste Transporte gehen nach Sarajevo und Bihac. Das Projekt Werkhof Regenbogen wird mit Schwerbehinderten erweitert. Inzwischen arbeiten 80 Personen auf dem Gelände der Kriegskindernothilfe e.V. |
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1997
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In Zusammenarbeit und mit finanzieller Unterstützung der Stadt Roth hilft die Kriegskindernothilfe e.V. Überschwemmungsopfern in Polen und Tschechien. In Weißrussland werden Waisenhäuser mit Hilfsgütern per LKW beliefert. Auch ein Kurden-Auffanglager in der Nähe von Athen wird unterstützt. Erste Kontakte entstehen im August nach Rumänien. |
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1998
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Das Projekt Werkhof Regenbogen expandiert und wird zum eigenen Verein. Ende 1998 werden erste Flüchtlingslager von Kosovaren und Albanern in Sarajevo versorgt. In einer zerschossenen, ehemaligen Abfüllanlage von Coca Cola vegetieren über 1.000 Menschen dahin. Hier entsteht mit Hilfe des Auswärtigen Amtes ein 'Sarajevo-Projekt'. |
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1999
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Am 23. März fallen die ersten Bomben im Kosovo - das Leben der Kriegskindernothilfe e.V. ändert sich: Die Aufgaben werden größer. Am 17. Februar wird die erste Außenstelle der Kriegskindernothilfe e.V. in Eichstätt gegründet. Zuerst mit Containerkleidersammlungen, später werden auch inhaltliche Projekte durchgeführt. Durch die Initiative der Verwaltungsleiter des Krankenhauses Eichstätt können Kriegskinder in Deutschland operiert werden. Am 19. April wird die zweite Außenstelle in München eröffnet. Vom Bayerischen Rundfunk erhält die Kriegskindernothilfe e.V. zur Soforthilfe eine Million DM, die in Albanien und später im Kosovo selbst, vor allem in Peja, für ein Fresh-Food-Programm verwendet wird. |
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2000
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Spenden für die Erdbebenopfer in der Türkei werden von einem Mitarbeiter des Werkhof Regenbogen ins Krisengebiet gebracht. Mit Spendengeldern wird ein Arzt in Mosambique für zwei Wochen bezahlt, um vor Ort Busch-Sprechstunden abzuhalten. Die Kriegskindernothilfe e.V. verstärkt ihre Projektarbeit. So übernimmt sie ein Haus für 30 lernbehinderte Kinder in Djurdjevac (Kroatien), die dort unterrichtet und versorgt werden. Die Kinderarche der Kriegskindernothilfe e.V. in Kulen Vakuf bei Bihac (Bosnien) nimmt Kinder auf, die im Krankenhaus namenlos zurückgelassen wurden oder unter sehr schlechten sozialen Verhältnissen leben müssen. Für diese Kinder werden in Zusammenarbeit mit den dortigen Sozialbehörden Pflege- oder Adoptivfamilien gesucht. In der Kinderarche in Sarajevo (Bosnien) geht die Flüchtlingsarbeit zur Stadtteilarbeit über. Kinder erhalten Unterricht, Therapie und ärztliche Versorgung. Eine ambulante Therapiestation für traumatisierte Kinder und deren Mütter entsteht in Peja (Kosovo). Die Verantwortung für ein Waisenhaus in Carei (Rumänien) wird übernommen - mit allen Rechten und Pflichten. Im Heim leben 52 Kinder. In Sighet unterstützt die Kriegskindernothilfe e.V. ein Waisenhaus mit 90 Kindern. In Zusammenarbeit mit einer sozialen Institution entstand der Plan für ein Kinderdorf. Ein Gelände in Ocna Sugatag in der Nähe der Stadt Sighet wird gekauft. |
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2001
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Im Krankenhaus von Peja (Kosovo) richten unsere Mitarbeiter ein Spielzimmer ein. Außerdem arbeiten sie mit kleinen Langzeitpatienten. Die Ärzte bestätigen, dass die Heilungen der Kinder gut vorangehen. In Schulen der Umgebung organisieren wir Vorträge für Lehrer, damit diese lernen, mit verhaltensauffälligen Kindern umzugehen. Eine Großspende des Unternehmens Jako-O ermöglicht den Aufbau einer Näherei in Peja. Vier zuvor arbeitslose und meist verwitwete Frauen nähen Haushaltswäsche, Tischdecken, Vorhänge, Kissen und Sofadecken. Das Projekt nach einer Idee von Eva-Maria Shahini heißt "Buy&Care". Vier Schwestern aus dem Kosovo absolvieren in Eichstätt ein zweimonatiges Praktikum. In Bayreuth eröffnet ein weiteres Kaufhaus Nothilfe. Der Regierungspräsident von Oberfranken, Hans Angerer, übernimmt die Schirmherrschaft für Aktionen der Kriegskindernothilfe e.V. in Oberfranken. Eine weitere Sammelstelle entsteht in Ulm. Waren und Einnahmen fließen in das neue Kinderdorf in Ocna Sugatag. Das Benefiz-Waldbuch erscheint. Viele bekannte Autoren haben zum Thema Wald verschiedene Verse und Berichte getextet.
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2002
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Die Kriegskindernothilfe e.V. feiert ihr zehnjähriges Bestehen mit einem Festakt in der Kulturfabrik Roth.Mit einer Sammelaktion des Landkreises Roth und mit Großspenden aus der Gemeinde Marktredwitz baut die Kriegs-kindernothilfe e.V.wir in Taloqan (Afghanistan) eine Mädchenschule auf. Rund 5.000 Schülerinnen werden dort unterrichtet.Die Kriegskindernothilfe e.V.organisiert eine Operation für das Minenkind Elvis aus Sarajevo. In Deutschland bekommt er außerdem neue Prothesen. In Peja (Kosovo) eröffnet die Kriegskindernothilfe e.V. einen Textilladen, in dem im Rahmen des "Buy&Care"-Projektes Produkte der vier angestellten Näherinnen verkauft werden. Gewinnüberschüsse fließen in die Finanzierung des "Haus der Sonne".Die ersten 28 Kinder ziehen in das Kinderdorf in Ocna Sugatag (Rumänien) ein. Im November weihen viele Pateneltern, Ehren-amtliche, Mitarbeiter und die Familie Steuer das Kinderdorf ein. Die Kriegskindernothilfe e.V. unterstützt in Durres (Albanien) die Armenapothekerin Schwester Miriam. Sie versorgt arme Menschen mit Medikamenten.
Der Wilson-Goselchor nimmt eine Benefiz-CD zu Gunsten der Kriegskindernothilfe e.V.auf. Die CD gibt es unter anderem in den Kaufhäusern Nothilfe.
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2003
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Der Irakkrieg beginnt. Theophil Steuer reist im Juni mit einem Fernsehteam in den Irak. Die Aktion "Sternstunden" des Bayerischen Fernsehens stellt Geld für eine Anlaufstation für traumatisierte Kinder in Kirkuk zu Verfügung. Die Arbeit mit einheimischen Therapeuten wird sehr gut angenommen. Der irakische Junge Wisam (8 Jahre) kommt nach Deutschland. In München wird er an einem lebensgefährlichen Hämangiom operiert. Die Kinderwelt Carei (Rumänien) bekommt Zuwachs in Form von 12 Babies. Sie fanden in einem rumänischen Kinderheim "keinen Platz". Neben den Sammel- und Außenstellen in Pfofeld, Altdorf, Ammerndorf, Postbauer-Heng, Neustadt / Aisch, Muhr am See, Ehningen-Kirchen, Eichstätt, Neumarkt, Lautertal und Nürnberg kommen Sammelstellen in Waischenfeld, Eckersdorf und Mistelgau dazu. Vier Berufsschüler aus Bayreuth fotografieren auf Einladung der Kriegskindernothilfe e.V. in Rumänien. Die Ausstellung "Augenblicke - Kinder und ihre rumänische Welt" entsteht. Das Kinderdorf in Ocna Sugatag wird weiter ausgebaut. Die Kriegskindernothilfe e.V. forciert die Suche nach Pateneltern für inzwischen fast 100 Kinder in Carei und Ocna Sugatag.
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2004
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Zum Jahreswechsel kommt der kleine Iraker Wisam nach Hause. Leider hatte sich in Deutschland herausgestellt, er ein weiteres Hämangiom in der Blase hat, an dem er sterben würde. Am 20. März kommen Vater und Sohn erneut nach Deutschland. Die Operation der Blase verläuft ohne Komplikationen. In einer weiteren Operation werden überzählige Gefäße aus seinem kranken Bein entfernt. Wisam übersteht beide Operationen gut und kann im August glücklich in seine Heimat zurückfliegen. Die Kriegskindernothilfe e.V. zieht um. Die Partnerschaft mit dem Werkhof Regenbogen e.V., der aus der Kriegskinder- nothilfe e.V. hervorgegangen ist, besteht seit zehn Jahren. Beide Vereine sind in der Vergangenheit stark gewachsen. Aufgrund der immer gefährlicher werdenen Lage in Kirkuk muss die Kriegskindernothilfe e.V. schweren Herzens das Projekt im Irak einstellen. Damit soll das Leben der Mitarbeiter geschützt werden. Im September startet die Gospeltour des Wilson Gospelchores zugunsten der Kinderprojekte in Rumänien. Sieben Konzerte gibt es in ganz Mittelfranken. Referent Wilson kommt extra aus Amerika und es entsteht die zweite CD „Amen".
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2005
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Das Projekt im Kosovo wird selbständig. Seit 1999 besteht das Projekt für traumatisiere Kinder. Angegliedert ist der Laden Buy & Care, der die Arbeit finanziell durch den Verkauf von selbst genähten Heimtextilien unterstützt. Die Kriegskindernothilfe e.V. freut sich, dass die Arbeit selbständig weiterläuft. Auch in Afghanistan kann ein Projekt erfolgreich abgeschlossen werden: Die Mädchenschule in Taloqan ist wieder aufgebaut und wird an die Kommune übergeben. 5.000 Mädchen können dort jetzt lernen - mehr als geplant war. Das Minenkind Elvis ist mit seinen 14 Jahren ein junger Mann und braucht neue Prothesen. Dank der Unterstützung durch die Kirchengemeinde Marktredwitz bekommt Elvis nach einer kostenlosen Operation in Eichstätt die für ihn wichtigen neuen Prothesen. Im Kinderheim Carei (Rumänien) wird die kleine einjährige Amalia mit Hämangiom auf der Oberlippe abgegeben. Keiner möchte sie haben, da sie durch diese Geschwulst sehr entstellt ist. Die Kriegskindernothilfe e.V. organisiert eine Behandlung in der Haunerschen Kinderklinik in München. Die ambulante Lasertherapie schlägt sofort an und der Blutschwamm beginnt sich zu verkleinern. Die Kriegskindernothilfe e.V. gibt sich neue Strukturen und wählt einen neuen Vorstand und Vereinsrat. In Cadolzburg entsteht eine neue Regionalgruppe. |
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2006
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Unter dem neuen Vereinsrat und Vorstand entsteht eine Dorfschule im Erdbebengebiet von Pakistan. Nach mehreren Verhandlungen mit der Regierung steht fest: Die Schule mit fünf Klassenräumen wird in Kolai - im Norden Pakistans errichtet. Unter dem Aufnahme-Druck der EU versucht Rumänien, die Situation für Heimkinder zu verbessern. Vor allem Kinder unter drei Jahren sollen in Pflegefamilien untergebracht werden. Es beginnen schwierige Verhandlungen mit den Behörden in Carei, um das Kinderheim in ein Projekt für Pflegefamilien umzuwandeln. |
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